Der Narro wurde im Jahre 1967 zum erstenmal der Öffentlichkeit vorgestellt. Er ist ein typischer Weißnarr, wie er in der Gegend um Oberndorf am Neckar üblich ist. Das Häs ist bemalt mit Hochmössinger Motiven. Auf dem Rücken des Kleides ist die alt ehrwürdige Agatha – Kapelle mit der fast 1000 Jahren alten, hohlen Linde zu sehen. In die hohle Linde passen übrigens ca. 25 Schulkinder hinein. Die Hose zeigt Bäuerin und Bauer im Festtags- und Werktagsgewand, wie es nach einer alten Überlieferung in Hochmössingen getragen wurde.
Als Auswurfmaterial verteilt der Narro Laugenbrezeln.
Grotta-Gosch
Das zweite Narrenkleid, die Grotta – Gosch enstand im Jahre 1973. Sie soll dem einzigen Gewässer der Gemarkung, dem Hochmössinger Weiher entsprungen sein.
Die Grotta – Gosch trägt zu ihrer krötenartigen Holzmaske einen grünen Mantel mit verschiedenfarbigen aus Stoff geschnittenen Kröten. Die Rückseite der Haube zeigt in reichhaltiger Stickerei den Hochmössinger Weiher. Die Grotta – Gosch ist eine Maskengestalt, die bei Narrentreffen immer großen Anklang findet. Als Auswurfmaterial verteilt die Grotta – Gosch ihr Grottenlaich. Damit ist sichergestellt, daß dieser seltene Narrentyp auch in Zukunft nicht vom Aussterben bedroht ist.
Schantle
Unser Schantle ist dem Rottweiler und dem Oberndorfer Schantle sehr ähnlich.
Er trägt seine Hosen und seinen Kittel aus Rupfenstoff mit bunten Flecken oder Plätzle besetzt. Wie der Narro und der Hansel trägt auch er eine aus Lindenholz geschnitzte Maske, allerdings mit markanten Nasen, Zinken, knitz-grinsend, grobschlächtig, fast furchterregend.